Ich versuche ständig, Zeit zu sparen. Meistens, indem ich sie zuerst verschwende.
Diese ironische Erkenntnis begleitet viele meiner Experimente mit neuen Tools und Technologien. Manchmal bleibt am Ende nur Frust. Doch dann stolpere ich über eine Kleinigkeit wie WisprFlow und plötzlich fügt sich etwas in den Alltag ein, das mir hier und da den Tag erleichtert.
Das Voice-to-Text-Tool läuft bei mir inzwischen jeden Tag im Hintergrund. Es ist kein revolutionärer Roboter, der uns die Arbeit abnimmt, sondern eher ein verlässlicher Helfer, der das Tippen teils überflüssig macht. Die Software verspricht, Sprache deutlich schneller in sauber formatierten Text zu verwandeln als wir tippen können. Und nach einigen Monaten Nutzung kann ich sagen: Diese Zeitersparnis spürt man tatsächlich.

WisprFlow & Ich
Früher habe ich Diktatfunktionen gemieden. Jeder Versuch endete mit stundenlangem Editieren, verpatzte Satzzeichen machten den Text unlesbar. WisprFlow geht einen anderen Weg. Die KI filtert Füllwörter heraus, setzt automatisch Kommas und Punkte und korrigiert den Gedankensprung, wenn man sich selbst verbessert. Man merkt erst, wie viel das ausmacht, wenn man dem Tool einfach eine Sprachnotiz in Slack, Gmail oder im Code-Editor vorsetzt und am Ende ein fertiger Absatz erscheint.
Dabei bleibt alles systemweit nutzbar. Egal ob Notiz, Mail oder Prompt. Ich bleibe dabei in meinem Tempo. Texte diktieren fühlt sich jetzt fast wie laut denken an, eine angenehme Form von Flow (;D). Der Command Mode erlaubt sogar kleine Umformulierungen per Sprachbefehl, ohne dass man den Gedankenfluss unterbricht.
WisprFLow ist in meiner Bubble tatsächlich extrem beliebt, weile s super convenient ist. Falls du dem skeptisch gegenüber bist und lieber mehr Kontrolle haben möchtest:
Eine Alternative ist MacWhisper (Mac OS only). Das Programm macht mehr als WisprFlow, aber dafür muss man es selbst konfigurieren, eigene Prompts zur Texteingabe-Bereinigung anlegen uvm.
Schnelle Spracheingabe, Interviews, Meetings, längere Sprachnotizen oder Podcast-Aufnahmen lassen sich damit sehr präzise transkribieren. Der große Unterschied zu WisprFlow liegt im Modus: Hier geht es nicht so extrem um Geschwindigkeit im Moment, sondern um Kontrolle. Man kann zwischen lokaler Transkribierung oder Cloud-Modellen wählen, Sprachen festlegen und entscheiden, wie genau die Transkription sein soll. Eigene Prompts zur Nachbesserung und viele spannende Finetuning-Einstellungen sind hier echt extrem praktisch.
Ich nutze MacWhisper vor allem dann, wenn es nicht um Tempo geht sondern wenn ich zusätzliche Funktionen benötige. Zb wenn ich Meetings aufzeichne. Bei Recherche. Bei Inhalten, die später weiterverarbeitet werden. Gerade weil in meinem Fall alles lokal auf dem Mac laufen kann, fühlt sich das Tool für sensible Inhalte gut an.
Unterm Strich ergänzen sich beide Tools erstaunlich gut. Das ist ein Power-User Setup.
WisprFlow ist mein „Denk-laut“-Begleiter im Alltag. Speed. Darum geht’s.
MacWhisper ist mein Gesprächs-, Archivierungs- und Präzisionswerkzeug.
Am Ende geht es auch hier darum, herauszufinden, was im eigenen Arbeitsalltag wirklich funktioniert. Für alle, die viel schreiben, sprechen oder denken, sind das genau die kleinen Hebel, die Zeit sparen.
Wie immer, schreib’ mir gern bei Fragen oder Anmerkungen.
Der Link zu WisprFlow ist ein Affiliate Link (also danke für deinen Support, wenn du ihn verwendest!), der Link zu MacWhisper ist einfach nur ein Link.
Liebe Grüße
Georg
